• Datum: 7. November 2018
  • Von: Centric Software International Ltd.
  • Veröffentlicht in: News

Tags: E-Commerce Buchungssystem personalisierung automatisierung Software as a Service

E-Commerce und Digitalisierung - Trends 2019

Im ersten Moment klingen "persönlich" und "automatisiert" wie "schwarz" und "weiß" oder "heiß" und "kalt". Tatsächlich passen die beiden aber viel besser zueinander als zuerst angenommen.

Für mich gibt es zwei Arten von "persönlichem" oder "personalisiertem" E-Commerce. Einen auf der Seite des Kunden, und einen auf der Seite des Anbieters.

Die Seite des Kunden wurde unlängst durch die "DSGVO" (Datenschutzgrundverordnung) ein wenig erschwert. So dürfen für eine Registrierung oder einen Kaufvorgang seit Mai 2018 nur noch die Informationen vom Kunden verpflichtend eingeholt werden, die auch für den Abschluss des Geschäftes notwendig sind. Alle anderen Daten können weiter erhoben werden, jedoch dürfen diese nicht verpflichtend sein.

Jetzt kann man sehr lange und breit hin und her diskutieren, ob der Vor- und Nachname für den Kauf eines digitalen Produktes wirklich notwendig ist, oder ob die Angabe einer E-Mail Adresse ausreicht.

Ebenso kann man argumentieren, dass die E-Mail Adresse für die Auslieferung einer Kiste Wein eigentlich nicht nötig ist.

Auch ist nicht klar welche personenbezogenen Daten für die Buchung einer Dienstleistung wie z.B. einer Yogastunde, von Golfunterricht, eines Zahnarzttermins oder einer Behandlung bei einem Physiotherapeuten über ein online Buchungssystem wirklich notwendig sind, und ob hier schon medizinische Daten erhoben werden dürfen.

Darum geht es heute aber gar nicht.

Ich für meinen Teil gebe sehr gerne sehr viele Daten an, weil ich weiß, dass dann viele Anbieter in der Lage sind, anhand meiner Profildaten mir passende Angebote anzuzeigen oder, wenn ich das will, per E-Mail zusenden. Ich finde es angenehm, wenn ich eine persönliche Ansprache in einer Bestellbestätigung vorfinde statt einem "Sehr geehrter Herr / Frau / Kunde".

Darüber dass die Struktur meiner Daten (nicht die Daten selbst) mit dritten geteilt wird, mache ich mir keine Sorgen, denn nur so können mir ja z.B. passende Produkte angezeigt werden. Dass reine Daten an dritte verkauf werden, ist zwar schade, aber das gab es bereits vor der Kommerzialisierung des World Wide Webs.

Auf der Seite des Anbieters stehen in meinen Augen weniger die Vorschriften aus Brüssel im Weg, sondern vielmehr das gewohnte "...das haben wir schon immer so gemacht" oder "...die Shopsoftware kann ich dort und dort kostenlos laden" oder "...dafür gibt es doch sicher ein WordPress Plugin" der Anbieter.

Ein "... das haben wir schon immer so gemacht" verhindert schon seit Jahrhunderten Innovation und Weiterentwicklung. Gute Software ist niemals kostenlos, muss aber trotzdem auch nicht teuer sein. Und WordPress ist sicher ein gutes Blogsystem, aber keine belastbare oder sichere E-Commerce Plattform. Nein, auch nicht mit Plugin.

Wer sich heute in seiner E-Commerce Software oder in seinem Buchungssystem nicht ganz klar nach außen hin unter seiner Marke, seinem Namen und seinem Logo präsentiert, ist im Handumdrehen durch einen anderen Anbieter beim Kunden austauschbar.

Jeder schreibt sich auf die Fahnen, den besten Service, das beste Produkt oder die besten Inhalte zu liefern, wenn es aber um die Auslieferung geht, denkt kaum einer an eine Abgrenzung (technisch wie auch in der Darstellung) zu seinen Mitbewerbern.

Da wird, weil es auf den ersten Blick bequem (noch nicht mal günstig) erscheint auf monolithische Software gesetzt, die kein individuelles Branding erlaubt und schon gar nicht integraler Bestandteil der eigenen Domain / Website ist.

Da werden sorglos wichtige Kundendaten bei Dritten gelagert, die dann noch nicht mal mit anderen Systemen kompatibel oder abgleichbar sind.

Und dann wundert man sich, warum der Online Shop oder das Buchungssystem für Coachings oder Friseurtermine nicht den gewünschten oder versprochenen Effekt hat, nämlich mehr Kunden, mehr Umsatz, weniger Aufwand.

Wie passt nun aber "personalisierter" und "automatisierter" E-Commerce zusammen. Automatisiert heißt ja nicht zwangsläufig "unpersönlich". Automatisiert bedeutet ja nur, dass bestimmte Prozesse wie z.B. Bestellbestätigungen, Rechnungen, Mahnungen oder Erinnerungen an gebuchte Termine automatisch und ohne weiteres Zutun vom jeweiligen System versendet werden. Mit einer persönlichen Ansprache und im Corporate Design des jeweiligen Anbieters.

Es gibt sehr wenige Systeme am Markt die das bieten, aber genau denen gehört die Zukunft im E-Commerce und Buchungssystem Einheitsdschungel.

Übrigens. Cntrc.me löst exakt dieses Problem indem es alle Systeme miteinander verbunden liefert und als Teil der Website des Kunden implementiert. Natürlich in dessen Corporate Design.

Ihr Mike Karl
CEO Cntrc.me International Ltd.