Ein Rückblick

  • Datum: 12. November 2018
  • Von: Centric Software International Ltd.
  • Veröffentlicht in: News

Tags: E-Commerce Home Order Television Amazon eBay Zahlungsmethoden online Buchungssystem Tischreservierung digitalisierung

E-Commerce und Digitalisierung - Trends 2019

Ein Rückblick

E-Commerce, E-Commerce, E-Commerce. Fast jeder kennt es, sehr viele nutzen es. Woher kommt E-Commerce, was ist es genau und wohin geht es?

Der Begriff E-Commerce ist generell nicht neu. Bereits Mitte der 1990er wurde der Begriff für "Einkaufen über das Internet" verwendet.

Damals war das Shoppingerlebnis zwar noch etwas holprig und mit nur wenigen Zahlungsmethoden ausgestattet, dennoch konnte man bequem von zuhause z.B. beim damaligen TV Shopping Sender "Home Order Television" (HOT, heute HSE24) die vorgestellten Produkte online bestellen.

Der Griff zum Telefon, mit der lästigen Warteschleife und der Gefahr das die Produkte schnell vergriffen waren entfiel dank des neuen Onlineshops gänzlich. Es ergab sich ein ganz neues Shoppingerlebnis.

Neu war auch die bequeme Speicherung der eigenen Kundendaten für den nächsten Einkauf über das damals noch recht junge Internet.

Parallel zu den klassischen Onlineshops entstanden zwei weitere Vertriebskanäle, die heute sicher anders und viel umfangreicher genutzt werden als es vielleicht mal geplant war. eBay und Amazon.

eBay startete eigentlich als elektronischer Flohmarkt, auf dem Sammler Produkte anbieten konnten die für andere Sammler (sog. Consumer-to-Consumer Business) interessant sein könnten und entwickelte sich mit der Zeit zu einer weitreichenden B2C (Business-to-Consumer) Plattform, die es ermöglichte Produkte aus dem stationären Handel günstiger (auch durch Auktionen) zu erstehen.

Amazon startete eigentlich als Online Buchhändler und erfuhr nur wenig Gegenwehr von Seiten Bertelsmann mit Ihrer Version des elektronischen Buchhändlers BOL. Heute ist Amazon ein sehr breit gestreuter Online Händler, aber auch Marktplatz für private Anbieter und von professionellen Wiederverkäufern.

Mit diesen 3 Ausprägungen (klassischer Onlineshop der eigenen Marke, Online Auktionshaus und Online Buchhändler) standen den Verbrauchern plötzlich ganz neue Wege zur Verfügung um den bisher gewohnten Weg zum lokalen Händler zu vermeiden.

Ein Trend der sich damals bereits abzeichnete und von uns, die bei der Umsetzung der Onlineshops eingebunden waren, nicht nur als Trend sondern eher als normales Szenario der kommenden 20 Jahre vorher gesehen wurde.

Ein Trend der jedoch von den "großen" der Branche (Versandhäuser, Kaufhäuser) als "kurzfristige Erscheinung" durchgewinkt wurde, was für die meisten in den letzten Jahren mit der Schließung ihrer Häuser endete.

Heute ist E-Commerce zum einen fester Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden, weil man den Begriff "E-Commerce" heute viel weiter definieren muss als zu Beginn der 2000er.

Der Kauf einer App bzw. das freischalten erweiterter Funktionen, TV und Audio Streaming via Netflix, Spotify oder Apple Music, das Abo der digitalen Ableger der klassischen Printmedien (übrigens ein Thema für sich), die Flugbuchung, das Schalten von Anzeigen bei Facebook, Instagram oder Google, die Buchung eines Hotelzimmers oder eines Tisches im Restaurant, der Ruf eines Taxis via App mit integrierter Zahlungsmöglichkeit dank hinterlegter Kreditkarte, die Buchung von Golfstunden oder Skype Coachings, elektronische Kinokarten oder die Teilnahme am nächsten Yogakurs gehören seit einiger Zeit auch zum Begriff E-Commerce. Ja selbst die gute alte Registrierkasse mit Kassenbon und Geldschublade wird nach und nach durch das elektronische Kassenterminal mit automatischem Bonversand per E-Mail und Zugriff auf die zentrale Warenwirtschaft die gleichzeitig auch den eigenen Onlineshop mit Produkten versorgt ersetzt.

Ja E-Commerce ist erwachsener geworden. Aber E-Commere wird weiter wachsen.

Und so wie es vor 20 Jahren noch neu und ungewohnt war, das neueste Küchengerät online zu kaufen, so neu und ungewohnt mag es heute für viele sein sich mit dem Thema "digitale Währung" zu beschäftigen und das evtl. als "Trend" oder "vorübergehende Erscheinung" zu bewerten.

In diesem Zusammenhang möchte ich aber nochmal an die großen Kauf- und Versandhäuser erinnern, die das auch mal taten, und heute nicht mal mehr ums Überleben kämpfen, sondern diesen Kampf streng genommen bereits vor 20 Jahren verloren haben, als es noch gar kein Kampf sondern tatsächlich eine reelle Chance war.

Übrigens. Ein Teil des Cntrc.me Entwicklerteams hat bereist 1998 besagte Shoplösung für "Home Order Television" entwickelt.

Ihr Mike Karl CEO Cntrc.me International Ltd.